Jugendtreffs

Jugendfläche an der Wasserwerkstraße

Das PROjekt Erlebnisräume/ GSJ gGmbH führte am 27.4. und 7.5.2012 im Auftrag des Bezirksamtes Spandau von Berlin Natur- und Grünflächenamt Spielplatzplanung/ Frau Nolthenius, zwei je eintägige Planwerkstätten zur geplanten Jugendfläche an der Wasserwerkstraße durch.

Ausgangspunkt der Planwerkstätten sowie erster Planungsüberlegung des Amtes auf dem gut 17.100 qm großen Areal waren Empfehlungen, die aus einer ebenfalls von PROjekt Erlebnisräume 2008/09 erhobenen Bestandsanalyse der damaligen Situation hervorgingen.

Für die Planwerkstätten konnten die Kontakte zu den damals befragten Akteuren: Geschwister-Scholl-Haus, berlin-rides reaktiviert und zudem mit der B.-Traven-Schule sportlich interessierte Jugendliche angesprochen werden, die teilweise in der Nähe der Fläche wohnen.

Planwerkstätten

Am 23.5. beschäftigte sich eine Runde aus lokalen Akteuren vor Ort mit den Ergebnissen der Planwerkstätten und  ersten Planungsempfehlungen und am 8.6. hatten erwachsene  Anwohner/innen wie Kinder und Jugendliche bei einer „Platzfete“ nochmals die Möglichkeit sich einzubringen.

Am 27.4. fand bei Stakato im Geschwister-Scholl-Haus am Magitratsweg eine nachmittägliche Planwerkstatt mit 33 Kindern/ Jugendlichen/ jungen Erwachsenen im Alter von 8 bis 25 Jahren sowie dem Vorsitzenden der Berlin-rides und der Spielplatzplanerin  sowie der ausführenden Planerin des Bezirksamtes und dem Leiter der Einrichtung  statt. Für Knabbereien und Getränke sorgte dankenswerterweise die Einrichtung mit ihren Jugendlichen und Praktikanten.

Ebenfalls anwesend waren das Spandauer Volksblatt und das Stadtplanungsamt zuständig für das Programm Stadtumbau West und das Büro Dubach und Kohlbrenner / zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei Stadtumbau West Spandau.

Alle anwesenden Kinder und Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen hatten die Möglichkeit nach einer kurzen Einführung zum Stand der Dinge (Finanzen, Flächengröße, Planungsablauf etc.) ihre Vorstellungen hier schwerpunktmäßig zum Thema Skate-/Biker-Anlage ein zu bringen. Dazu lagen verschiedene Werbematerialien von Anbietern und Kataloge wie Internetausdrucke und Flipchartpapier bereit. Aus den 3 Plakaten, die dabei entstanden, wurden anschließend alle unterschiedlichen Elemente heraus destilliert und mit der Option teilweise Überdachung (Dach ja oder nein) zur Wahl gestellt. Mit jeweils nach Geschlecht unterschiedlichen Farben konnten drei Punkte vergeben werden.

Anfang Mai  fand eine Planwerkstatt mit 16 Schüler/innen zwischen 12 und 17 Jahren und Lehrern statt. Die Schüler/innen wurden dazu wie die Skater / Biker / Scooter mit dem Stand der Dinge vertraut gemacht und über die Ergebnisse des ersten Workshops informiert. Später stießen der zuständige Baustadtrat und die ausführende Planerin des Amtes sowie das Büro Dubach und Kohlbrenner hinzu, diskutierten mit den 4 Planungsgruppen und ließen sich die Ideen der Jugendlichen zeigen.

Es entstanden je zwei Collagen und Modelle, die Ideen der ersten Werkstatt aufgriffen und zudem ein vielfältiges Sportangebot mit Sitzgelegenheiten integrierten. Ebenso machten sich die Jugendlichen Gedanken über eine möglichst ästhetische Gestaltung (Farben, Flächenformen), die beste Lage der Angebote und wie möglichst wenig Konfliktpotential für Anwohner entstehen kann zum Beispiel durch Abstände zu Wohnhäusern, wenige bis keine Fällung vorhandener Bäume, Ab Neupflanzungen von Gehölzgruppen und Bäumen als Lärm- / Sichtschutz und die Belassung des Rodelhügels.

Auch hier wurden wieder die einzelnen Elemente Bestandteil der Unbedingt-Liste, zudem konnten die Schüler/innen auch für die Ideen aus der ersten Planwerkstatt mit punkten.

„Planungsfete vor Ort„ am 8.6.2012

Ältere kamen mit Jüngeren über deren Ideen ins Gespräch und ließen sich über neue Trendsportarten wie Parkour und Slackline aufklären. Eingeladen waren auch alle Mitwirkenden der Planwerkstätten. Die anwesenden Parkour interessierten Jugendlichen warben unter den jüngeren Kindern und konnten sich aus verschiedenen Varianten Kombinationen aussuchen. Neben dem Ablauf und den Ergebnissen der Planwerkstätten wurde auch ein erster Entwurf des Amtes präsentiert.

Die Unbedingt-Liste der beiden Planwerkstätten hing ebenfalls aus und alle Anwesenden konnten mitpunkten. Diese Punkte fließen in die Gesamtwertung ein.

Umgesetzt wurde die gewünschte Calliathenics-Anlage und der Skateplatz mit Dach dann 2014/15 auf dem Gelände des Spektefeld-Parks gegenüber.

 

Unser Angebot

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  • Kinder- und Jugendbeteiligung im Freiraum,
  • Gestaltung von Außengeländen,
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  • Spielplätzen und Naturerfahrungsräumen,
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  • Sportflächen-Ergänzung, …

Durchführung von Planwerkstätten, Workshops und „Planungspartys“

Planung, Materialbeschaffung und Koordination kleinerer Bauprojekte mit Eltern-Kind- und/ oder Beteiligung Jugendlicher, junger Erwachsener