Das Kurzkonzept

Vorab: dieser Text ist in leichter Sprache verfasst. 1993 wurde das PROjekt Erlebnisräume – auf Initiative der Sportjugend Berlin[1] – aus der Taufe gehoben. Das Program ”Jugend mit Zukunft – gegen Gewalt”[2] förderte Gewalt vorbeugende Jugendarbeit durch Sport. Kern des PROjekts war der Selbsthilfeansatz. Kinder und Jugendliche erhielten Unterstützung, um Treffpunkte mit neuen Sportideen  zu bauen. Das PROjekt begann mit Streetball-, Rampen- und Kletteranlagen. Mit der aktiven Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Planungsprozessen entwickelte sich ab 1996 ein weiterer Schwerpunkt. Dabei geht es um die (Um)-Gestaltungen von (halb-)öffentlichen Freiflächen und Innenräumen. Gesunde Ernährung, Naturschutz (Gärten) und Bewegung aller Art sind hier wichtig.

Methode

Denn Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene bis 27 Jahre sind die Expert/innen ihres Lebensumfeldes. Sie haben ein Recht auf Beteiligung. Sie können sich über Workshops oder Planwerkstätten beteiligen.  Diese sind in der Regel eintägig bis zweitägig. Die Landschaftsplanerin des PROjekts koordiniert und führt die Beteiligung durch. Wenn möglich, wird auf „Planungspartys“ mit vielen abgestimmt. Mädchen, Be-Hinderte Kinder und Jugendliche und benachteiligte Gruppen. Für die Beteiligung arbeiten wir mit einem angepassten Verfahren nach Professor Waldemar Stange. Das heißt der betreffende Planungsraum wird zunächst von den Beteiligten (Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen) analysiert. Wenn möglich finden Exkursionen zu anregenden Beispielflächen statt. Die beteiligten werden über die Rahmenbedingungen aufgeklärt und bauen anschließend in Teams Modelle ihrer Wünsche oder collagieren, zeichnen diese und präsentieren sich dann gegenseitig die Ergebnisse. Aus diesen Ergebnissen werden die Elemente aufgeschrieben und auf einer „Richtig-Wichtig-Liste“ einzeln präsentiert. Zur Abstimmung, die gegendert erfolgt, erhalten die Beteiligten bzw. die ganze Schule, Einrichtung, die Anwesenden auf einer „Planungsparty“ vor Ort Klebepunkte zum verteilen. So kann ermittelt werden was sich die Betroffenen besonders wünschen. Anschließend wird daraus eine Planungsempfehlung erarbeitet und eine umfassende Dokumentation des Beteiligungsverfahrens erstellt. Wenn möglich werden anschließend einzelne Objekte kleineren Umfangs (Sitzmöbel, Balancierstrecken, Fühlpfade, Hochbeete, Boulderwände, Geräteschuppen, Zaunbereiche, Pergolen …) gemeinsam mit dem Werkstattmeister des Porjektes in Eltern-Kind- oder Aktionen mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen gebaut. Kooperation In diesem Zusammenhang ist Beratung und Poolbildung sowie Gremienarbeit ein wichtiger Aspekt. Das PROjekt Erlebnisräume ist daher Partner von Bezirksämtern, Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen, Sportvereinen, Planungsbüros, Sanierungsträgern, Quartiermanagement und Wohnungsbaugesellschaften und arbeitet eng mit kinder- und jugendpolitischen Institutionen sowie den jeweiligen Senatsverwaltungen für die Bereiche Jugend, Schule und Sport zusammen.
[1] gemeinsam mit zwei weiteren Teams sowie mehreren SportJugendClubs
[2] durch das Berliner Abgeordnetenhaus ins Leben gerufen

Unser Angebot

Wir bieten

Beratung und Information  zu den Themen

  • Kinder- und Jugendbeteiligung im Freiraum: Kitafreiflächen, Schulhöfe und Schulgärten, Spielplätze und Naturerfahrungsräume, Jugentreffpunkte, Sportflächen
  • Gestaltung und Bau von Elementen für Innen- und Außenflächen mit Kindern, Jugendlichen und engagierten Erwachsenen, …

Durchführung von Planwerkstätten, Workshops und „Planungspartys“

Planung, Materialbeschaffung und Koordination kleinerer Bauprojekte mit Eltern-Kind- und/ oder Beteiligung Jugendlicher, junger Erwachsener